Hopfenstraße wird immer schicker

Das „neue Herz“ von St. Pauli wird immer schicker und vor allem teurer. Dass das „Großprojekt“ auf dem ehemaligen Brauerei-Gelände Auswirkungen auf die direkte Umgebung haben wird, wurde von niemand ernsthaft bestritten. Gleichwohl ist es doch überraschend mit welch rasanter Geschwindigkeit die sogenannte Aufwertung des Quartiers voranschreitet.

Nachdem schon vor längerer Zeit alle Sexarbeiterinnen aus den Etagenwohnungen der Hopfenstraße verdrängt worden sind, ist nun fast die komplette Häuserzeile der Straße luxussaniert. Der Großteil der Wohnungen ist in Eigentumswohnungen umgewandelt.

Wohnen im spannendsten Stadtquartier
Hafen, St. Pauli, Reeperbahn …. ein Quartier im Aufbruch. Auf dem Gelände der ehemaligen Bavaria-Brauerei ist in etwa 2 Jahren ein neues Quartier für Wohnen und Arbeiten auf hohem Niveau direkt an der Elbe und mitten in Hamburg entstanden.
Der vordere Abschnitt der Hopfenstraße faßt mit seiner stilvollen, gründerzeiltlichen Bebauung das neue Quartier kontrastreich und städtebaulich überaus spannend ein. Die HOPENSTRASSE24 sticht als umfassend neu konzipiertes und saniertes Wohnhaus hervor.
Ein zurückgezogener Standort im quirligen und sich stark veränderndem Umfeld im Herzen von St. Pauli. Einer der bekanntesten Stadteile weltweit in einer der gefragtesten Städte Europas.

Quelle: http://www.hopfenstrasse24.de

oder

Das Objekt befindet sich im immer beliebteren Hamburger Stadtteil St. Pauli. Während das Amüsierviertel dieses Statteils mit dem Rotlichmilieu sich mehr auf den in entgegen gesetzter Richtung um den Hans-Albers Platz liegenden Teil des Stadtviertels beschränkt, sind am Standort dieser Eigentumswohnung auf dem in Richtung Michl und zum Dom und St. Pauli Fußballstadion zugewandten Bereich des Viertels ein anhaltend sehr positiver Wandel und eine ständige Aufwertung [sic!] eingetreten.
Hier haben auch Investoren den gesellschaftsfähigen Wandel erkannt und das Stadtviertel durch Wohn- und Gewerbebebauungen mit Hotels, Büros und Gastronomie noch mehr in ein lebendiges Kultur-,Musical-,Theater, und Szeneviertel verwandelt.
Also eine ( fast) perfekte Mischung mit vielfältigen Freizeit- und Betätigungsmöglichkeiten in einem weiter aufstrebenden Stadtteil.

So oder ähnlich werden für die Wohnungen geworben, die dann für teures Geld (1, 2) verkauft werden.

Aber auch der Subkultur geht es jetzt (mal wieder) an den Kragen. Während die Stadt medienträchtig den Beatles-Platz einweiht, steht der Beat-Club in der Hopfenstraße vor dem aus, wie mensch einem MOPO-Artikel entnehmen kann.

Seit ein Investment-Banker einen Teil der Hopfenstraße aufkaufte, kämpft Andreas noch mehr. „Die wollten mich gleich rauswerfen.“ Prozesskosten und höhere Mieten waren die Folge. „Die Kulturbehörde unterstützt mich nicht, dabei machen Clubs wie meiner diese Stadt weltbekannt.“

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