Lesenswert

Niels Boeing im freitag über eine neue Phase der Gentrifizierung.

Impressionen II

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KOMM + BLEIB

Gängeviertel = 12 leerstehenden Altbauten

Am vergangenen Wochenende hat die Künstlerinitiative „Komm in die Gänge“ das abrissgefährdete Gängeviertel mit über 200 Künstlern kulturell in Besitz genommen.

Das Gänge1/4 wird nun täglich bespielt.
Der Senat will Kunst dort dulden, liest man erfreut bei gaengeviertel.info.

22.08.09 in die Gänge kommen

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„Am Samstag (22.8.) übernimmt die Kultur das Gängeviertel:
Unter Schirmherrschaft von Daniel Richter geht’s ab 14 Uhr los mit Austellungseröffnung im Kunstkiosk/Caffamacherreihe, großer Historienaustellung in der Puppenstube/Valentinskamp und diversen weiteren Veranstaltungen wie Performances und Konzerten. Dazu Fleisch vom Grill, Bier aus der Flasche und Musik aus der Dose. Kommt in die Gänge!“ http://www.gaengeviertel.info/

Lesestoff

aus dem Hause Übel&Gefährlich für alle, die es noch nicht kennen, bitte schön:

Also,
bevor hier das letzte alte Haus abgerissen oder marmorsaniert ist, bevor das letzte Kino geschlossen, der letzte Buchladen rausgeekelt, die letzte Oma aus ihrer Wohnung ins Heim genötigt und alle Migrantenfamilien an den Stadtrand vertrieben wurden, bevor endlich die ganzen kaufschwachen Studenten nach Wilhelmsburg umgesiedelt sind, am besten gleich mit der ganzen gottverdammten Uni, denn aus der alten kann man bestimmt ein tolles Einkaufsquartier machen – bevor Sie, werte Leser, also alle nicht mehr im Herzen dieser Stadt wohnen und leben können und wollen und nur noch Zaungäste sind, damit die Firma Hamburg ihr Säckel schön voll machen kann, um zum Beispiel die ein oder andere Landesbank vor der eigenen Dummgier zu retten oder verlustbringend Krankenhäuser zu privatisieren; bevor hier also alles aus Geldgeilheit und Gleichmachungswahn vernichtet ist und kaltgestellt und verödet, bevor hier überhaupt einfach nichts mehr ist, was das Leben lebenswert macht, und alle, die dagegen sind oder im Weg stehen, ihre Schneidezähne aus Schlagstöcken klauben müssen; bevor wir also endlich alle zu Tode gefilmt, geregelt, geklagt und verarmt wurden, und unsere Überreste sich am Stadtrand türmen, auf dass wir dort die Viertel beleben für H&M in zehn Jahren, für die ewige Aufwertung und Kapitalisierung; bevor also nur noch Musicalbesucher, Messefressen und eigentumsgeile Polizeigewaltbeführworter durch jene Straßen flanieren, wegen deren Andersartigkeit und Lebendigkeit wir dereinst nach Hamburg gezogen sind; bevor es also verdammt noch mal soweit ist, bitten wir inständig um zivilen Ungehorsam und kluge Reaktion gegen Mauerbauer, Rausklager, Draufhauer und Ausbeuter. Sonst singen wir bald alle brav im Chor: „Aber hier leben, nein Danke.“

MOLOTOWgoesNOBNQ

„Die Gentrifizierung ist beliebt wie eine ansteckende Krankheit und wird von Anwohnern, Anliegern und Angebern – wie z. B. Rockbands gleichermaßen gehasst. Dass sie nun auch die Bernhard Nocht Strasse bedroht nehmen 3 Bands nicht nur nicht so einfach hin, sondern auch zum Anlass für ein Soli Konzert.
Am 6.8. im MOLOTOW: Rock’N'Roll Hotel, High Quality Girls, Fröbe.
Wer hingeht ist voll solidarisch und wer nicht ist ein fieser Spalter! und voll oberflächlich!“
[molotow]

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer guter Laune und 5.- € im Vorverkauf oder 7.- € an der Abendkasse !

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Solifeiern

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KARTEN gibt es
+  in der HAFENVOKÜ
+ in der KOGGE in der Berhard-Nocht-Straße
+ beim LOCKENGELÖT in der Wohlwillstraße
+  bei HEDIS LANDGANG am Pferdemarkt
prost!

KOMM IN DIE GÄNGE

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<<Es ist eine Volksinitiative im Gange. Der Name „Lebendiges und Kreatives Gängeviertel“. Um diese zu unterstützen gibt es eine Veranstaltung im Waagenbau mit jeder Menge Kunst und Musik. Am 18. Juli ist ab 21.00 geöffnet, ab 23.00 beginnt dann der musikalische Teil.  Die Einnahmen werden der Volksinitiative zugeführt.>>

mehr auf   www.gaengeviertel.info

Volles Programm

inclusive Möglichkeiten zu Spenden
für das Netzwerk, für Prozesskosten, für Aktionen gegen das Berhard-Nocht-Quartier.

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Es regnet Kaviar. Wetterdienste melden „leicht bewölkt + trocken“.

19.-21.06.

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Drei Aktionstage zum Thema Gentrifizierung

Jingel hören? Bitteschön, hier.

Fr 19. Juni Auftakt in der Schule Ludwigstraße

Sa 20. + So 21. Juni

im Centro Sociale, Sternstr, 2 in 20357 Hamburg

Kontakt: info |at| rechtaufstadt.net
www.rechtaufstadt.net

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Die Teilnahme ist kostenlos (Spenden sind willkommen).

Programm siehe unter „Lies mehr“

Mietpreise steigen, günstiger Wohnraum geht verloren, die Zahl von hochpreisigen Eigentumswohnung nimmt zu, langjährige AnwohnerInnen und alteingesessene Gewerbetreibende werden von zahlungskräftigen NeumieterInnen verdrängt. Egal ob in Wilhelmsburg, Barmbek, St. Georg, Schanze oder Sankt Pauli: diese Veränderungen sind keine Randphänomene mehr in Hamburg. Gentrifizierung verändert die Stadt. An drei Veranstaltungstagen wollen wir* uns über unsere Interventionsfelder austauschen und gemeinsam ins Gespräch kommen. Dabei haben wir mehr Fragen als Antworten: Was ist Gentrifizierung? Wer sind die AkteurInnen, wer ist „Freund“, wer „Feind“? Welche Widerstandserfahrungen und Fallstricke gibt es? Was sind Strategien, die utopisches Potenzial beinhalten? Seid herzlich eingeladen, mit uns zu diskutieren und in Aktion zu kommen.

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